Sehr viel mehr als nur Eis…. Fürst Pückler

Hallo, mein Lieber, sei gegrüßt!

Im letzten Sommer drückte mir eine Freundin ein Buch von Heinz Ohff in die Hand und versprach mir für meine Urlaubswoche, jedenfalls was das Lesen anbelangt, wunderbare Unterhaltung und Interessantes, von dem ich vermutlich noch nichts gehört hätte. „Der grüne Fürst“ Fürst Pückler. Dazu fiel mir sofort das Eis ein, das ich nie mochte – Eiscreme zwischen 2, meist leicht aufgeweichten Waffeln. Doch alsbald wurde ich eines Besseren belehrt: Ein Konditor aus Cottbus kreierte ein wunderbares Eis und bat den zu seiner Zeit sehr bekannten Fürsten um seine Einwilligung, das Eis nach ihm benennen zu dürfen. Fürst Hermann (Ludwig Heinrich) wurde als Graf 1785 im Schloss Muskau (damals zu Preußen gehörend) geboren und lebte bis 1871. Er war, so würde man heute sagen, ein Allroundtalent. Er hielt mit seiner Art zu leben, durch seine Eskapaden und ebenso mit dem was er schuf, seine Zeitgenossen oft in Atem. Es wird gesagt: „Jemanden, wie den Fürsten Pückler-Muskau hat es im Deutschland des 19. Jahrhunderts nicht noch einmal gegeben“. Er zeichnete sich aus als berühmter Schriftsteller, Gartenfachmann, war bekannt oder gar befreundet mit honorigen Personen seiner Zeit nicht nur in Deutschland und Europa, sondern auch im Orient und in Afrika. Zu seinem ersten Buch „Briefe eines Verstorbenen“ schrieb kein Geringerer als Johann Wolfgang Goethe das Vorwort. Es wurde ein Bestseller. Es hieß, die 1. Auflage sei sofort vergriffen gewesen… Diesem Titel folgten weitere.
Aber zurück zu den Parks: für das heutige Bad Muskau ist der Park ein wahres Juwel und ein Besuchermagnet. An der Entstehung des Landschaftsparks Potsdam Babelsberg arbeitete er gemeinsam mit Peter Josef Lenne. Um die Arbeiten für den Park Bad Brambach finanzieren zu können, verkaufte Fürst Pückler sein Schloß Muskau. Es gehörte wohl sehr viel Erfahrung und Geld dazu, aus der damaligen Sandwüste einen so großartigen Park schaffen zu lassen. Wegen seiner Bekanntheit als Gartenfachmann, er schrieb auch ein großartiges Fachbuch, zog man ihn zur Beratung oftmals für die Gestaltung von Gärten und Parks hinzu. Gemeinsam ist jedoch seinen Parks, dass sie vorausschauend angelegt wurden. Er selbst soll von 100 Jahren und mehr gesprochen haben, in denen sie ihre volle Schönheit zeigen würden.
Ich hoffe sehr, mein lieber Leser, ich langweile dich nicht mit meiner Schwärmerei von dem vielen Grün. Nun, man muss es mögen.
Ich erwähnte es schon, Fürst Pückler Muskau war seinerzeit mindestens ebenso bekannt als Lebemann. Er erlaubte sich Verrücktheiten wie mit einem Gespann das von gezähmten Hirschen gezogen wurde, durch Berlin zu jagen, er setzte sich sehr gern in Szene durch ein fantastisches Äußere. Er bereiste nicht nur Länder Europas, sondern Kleinasien und Afrika. Seine Reiseberichte sorgten allenthalben für Furore und waren heiß begehrt. Aus Afrika brachte er seine junge Geliebte Machbuba mit, auf die seine sonst sehr großzügige Frau eifersüchtig war,
Doch auch ihr,  der jungen afrikanischen Schönheit,  war er nicht treu. Der Fürst Pückler war, so sagte man, dem weiblichen Geschlecht nicht nur zugetan, sondern hätte mehr Affären gehabt als Boccacio und Casanova zusammen. Und das will, finde ich, was heißen. Wenn du magst, berichte ich Dir in nächster Zeit etwas darüber. Es sind nur winzige Passagen aus seinem Leben, von denen ich erzählen kann. Dieser Fürst war eine so schillernde Persönlichkein, dass man einen viel größeren Rahmen brauchte, um ihm nur im Entferntesten gerecht zu werden.
In dem Sinne, bis bald einmal, sei gegrüßt von

Sibylle von Cosi-Escort Leipzig

 

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