Geheime Bünde und geheime Gesellschaften

Der Templerorden

Gegen Ende des 11. Jahrhunderts vereinte das christliche Abendland seine militärischen Kräfte zu mehreren Kreuzzügen. Die kriegerische Bewegung hatte Papst Urban II. 1095 auf der Synode zu Clermont-Ferrand ausgelöst. Empört verkündete er, dass das Heilige Jerusalem von Ungläubigen eingenommen worden sei und befreit werden müsse. Peter von Amiens (gestorben 1115) folgte der Aufforderung und zog mit einer begeisterten, aber unorganisierten Heerschar nach Jerusalem. Die Niederlage der frommen Männer war vorprogrammiert; sie hatten wegen fehlender militärischer Ausbildung und ungenügender Bewaffnung keine Chance.
Gottfried von Bouillon war erfolgreicher. Unter seiner Führung vereinten sich nord- und südfranzösische, lothringische, flämische und normannische Ritter, sie eroberten 1099 Jerusalem und gründeten dort ein “christliches Königreich”.
Im Jahr 1118 sollen Hugo de Payens und acht weitere französische Kriegsleute in den Ruinen des Tempels von Jerusalem die “Arme Ritterschaft Christi vom salomonischen Tempel” gegründet haben. Erst 11 Jahre später, also 1128, wurde in Troyes der Templerorden offiziell ins Leben gerufen. Hauptaufgabe der Templer war es ursprünglich, die Pilgerwege ins heilige Land zu sichern, denn Überfälle von Sarazenen aus dem nordarabischen Raum waren an der Tagesordnung. Mit der Aufgabe als Schutzmacht begnügten sich die Ordensritter bald nicht mehr, je mächtiger der Orden wurde, desto wohlhabender wurde er auch. Kaufleute ließen sich von den Rittern schützen, dafür stifteten sie Geld, Gut und Grundstücke an die Templer. In Sachen Finanzen waren die Templer echte Pioniere, sie “erfanden” sozusagen das Bankwesen.
Wenn ein Händler in einer fernen Hafenstadt Waren einkaufen wollte, musste er große Gefahren auf sich nehmen. Er war mit großen Mengen Münzgeld unterwegs und stellte damit ein lohnendes Ziel für Räuberbanden dar. Die Templer führten den “Wechselverkehr” ein. Jetzt konnte der Kaufmann in seiner Heimatstadt das Geld zur örtlichen Komturei bringen, erhielt dafür einen Wechselbrief, den er dann, in der Hafenstadt angekommen, in der dortigen Komturei wieder gegen Münzen einlöste. Nun konnte er seine Geschäfte mit Bargeld tätigen.
Weiter geht’s nächste Woche.
Bis dahin sei lieb geküsst
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