Fantasie bei derAuslegung der Fastengebote

Fantasie bei der Auslegung der Fastengebote

So rigoros die Fastengebote der katholischen Kirche auch waren, viele waren es nur in der Theorie. Im Laufe der Zeit entwickelten die Leute so manch kreative Auslegung der Vorschriften. So wurde das Verbot des Fleischverzehrs warmblütiger Tiere schon bald ausgedünnt. Biber, Fischotter und Gans wurden einfach den “Wassertieren” zugeordnet, damit gehörten sie zu den erlaubten Fischspeisen. Die Herstellung von Wurst aus Fischen in mittelalterlichen Klosterküchen ist überliefert. Kormorane und Fischreiher standen ebenfalls auf dem Speisezettel der früheren Fastenzeit. Starkbier mit einem Alkoholgehalt von 6% oder mehr war als Fastengetränk in den Klöstern üblich. Das stark kalorienhaltige Bier half oft als Sättigungsgetränk über die karge Zeit hinweg und ließ den Hunger in den Hintergrund treten. Im Jahr 1569 soll Papst Pius auf die Frage, ob ein neuartiges Getränk namens Xocoatl in der Fastenzeit getrunken werden dürfe, geantwortet haben:” Schokolade bricht das Fasten nicht.”
Na dann ist ja noch nicht alles verloren, oder?

Liebe Grüße von deiner Diana von Cosi Escort Leipzig

zu meinem Profil:  Diana

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