Ehre, wem Ehre gebührt …..

Am Donnerstag ist der 08. März,  der Internationale Frauentag. Wie schon der Name sagt,  ein Tag der international begangen und auch als Weltfrauentag bezeichnet wird.  Am 8. März, so meinte man bei der Bestimmung dieses Tages, bringen sich Frauen in der ganzen Welt mit ihren Anliegen und Problemen in Erinnerung. So selbstverständlich wie heute die Frauen den Männern ebenbürtig sind, in fast allen Bereichen, ist es nicht immer gewesen.Die Geschichtsbücher erzählen, wie Frauen Ende des 19. /Anfang des 20.Jahrhundert um die Anerkennung ihrer Gleichberechtigung kämpfen mussten. Vor allem ging es damals um das Wahlrecht, also um das Recht, als Frau die eigene Meinung einbringen zu dürfen, um einen Acht-Stunden-Arbeitstag, auch um den Mutterschutz und vieles mehr. Der Ursprung für den Frauentag war in Amerika.  Das erste Mal wurde dieser Tag dort am 28. Februar 1909 gefeiert. Die Frauen verschafften sich Gehör.
Diese Idee, endlich einen Tag zu haben, um Chancengleichheit zu fordern, nahmen Frauen sehr gut auf, und dieser Tag bekam einen festen Platz in den Kalendern. Auch in Europa fand diese Idee Anklang, und bereits 1911 begingen in Österreich-Ungarn, ebenso in Dänemark, der Schweiz und auch in Deutschland Frauen diesen Tag als den ihren. Eine der bekanntesten Befürworterinnen war Clara Zetkin (1857 – 1933). Frauenrechtlerin, Friedensaktivistin und eine bedeutende Politikerin.
Zum entscheidenden Jahr für den Internationalen Frauentag wurde 1917: Ehefrauen von Soldaten, Arbeiterinnen und sogar Bäuerinnen streikten in Petrograd und gingen auf die Straßen, um auf sich aufmerksam zu machen und ihre Forderungen durchzusetzen.
Warum nun in der ganzen Welt der 8. März zum Internationalen Frauentag wurde, ist nicht genau geklärt, es gibt verschiedene Begründungen dafür. Was mich aber etwas stutzig macht ist, dass der Frauentag nach der Einigung Deutschlands, in der Bundesrepublik ab den Neunzigern fast gänzlich in Vergessenheit geraten ist. Er ist, wie ich bereits ausführte, keine “Erfindung” der DDR. Was heute für uns selbstverständlich ist, war Anfang des 20. Jahrhunderts ein mühevoller Kampf um Gerechtigkeit – zum Beispiel ist heute nicht auszudenken, dass eine Ehefrau nur dann eine Arbeit aufnehmen dürfte, wies sie das Einverständnis ihres Mannes dafür vor. Keine unserer selbst bestimmten Frauen wird sich vorstellen können, dass  ihr unmöglich ist, ein eigenes Bankkonto zu eröffnen. Vieles von dem, das heute die Regel ist und als völlig normal angesehen wird, war es zu Beginn des 20. Jahrhunderts ganz und gar nicht.
Es gibt nun den Valentinstag für die Verliebten und den Muttertag für die Frauen mit Kindern. Aber was ist mit den vielen Frauen, die keine Mütter sind oder Verliebte, aus welchen Gründen auch immer?
Natürlich braucht es keinen vorbestimmten Tag, um Aufmerksamkeit zu schenken. Am Valentinstag oder zum Muttertag werden Blumen und kleine Geschenke überreicht. Warum sollte es dann nicht auch mal wieder am Frauentag sein?  Ich empfehle, darum bitte nicht vergessen, morgen ist der besagte 8. März, der Frauentag!

Johanna von Cosi-Escort Leipzig

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