Der heilige Martin und der Martinstag

Quelle: LVZ

Martin wurde der Legende nach im Jahre 316 nach Christus als Sohn eines römischen Offiziers im heutigen Ungarn, damals hieß die Provinz Pannonien, geboren. Aufgewachsen ist er in der Stadt Pavia in Italien.
Mit 15 Jahren ging auch er zur römischen Armee, wurde Soldat und bald darauf Offizier. Schon damals war er ein sehr hilfsbereiter Mensch.
An einem Februarmorgen kehrte der 22jährige Martin von einem nächtlichen Ritt heim. Es war ein harter Winter mit klirrendem Frost, zudem tobte ein Schneesturm.
Gerade als Martin zum Stadttor hineinreiten wollte, kam aus einer Nische im Torbogen ein zerlumpter Bettler heraus.
Er flehte den Reiter an:”Eine milde Gabe, bitte, guter Herr!”. Martin sah, dass der Bettler halb erstarrt war vor Frost, sein zerschlissenes Gewand hing ihm nur noch in Fetzen vom Leib, und er fror erbärmlich.
Martin hatte schon seinen Sold an arme Bauern weggegeben, damit sie ihre Steuern zahlen konnten, so hatte er kein Geld mehr bei sich. Was tun?
Kurzentschlossen nahm er seinen weiten roten Mantel, halbierte ihn mit seinem Schwert und warf die eine Hälfte dem Bettler über seine Schulter. Die andere Hälfte behielt er. So überlebte der Bettler den Schneesturm, und Martin hatte eine gute Tat vollbracht. In der folgenden Nacht erschien ihm der Bettler im Traum und gab sich als Jesus Christus zu erkennen. Nach diesem Ereignis ließ Martin sich taufen, er verließ den Militärdienst und ging in die französische Stadt Poitiers zu Bischof Hilarius, der sein Lehrer wurde. Da Martin so ein hilfsbereiter Mensch war, liebte ihn die Bevölkerung und bat ihn, Bischof der Stadt Tours zu werden.
Doch Martin fühlte sich nicht würdig genug, diese Aufgabe zu erfüllen. Er versteckte sich in einem Gänsestall vor dem Leuten, die ihn mit Laternen in der Hand suchten. Die Gänse in ihrem Stall schnatterten so laut,dass sie Martin verrieten – und zur Strafe ließ Martin sie dann alle braten.
Daher kommt der Brauch, dass man am 11. November in vielen Gegenden eine Martinsgans isst und mit der Laterne geht.
Martin wurde schließlich doch noch Bischof und blieb fast 30 Jahre im Amt.

Sei ganz lieb geküsst
und viel Spaß beim Martins-Gans-Essen
wünscht dir deine
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