Dämmerung im Zauberwald


Nun standen wir bei der Felswand. Mein Begleiter verband mir die Augen. Nur damit ich später keiner anderen Person den Weg in sein Reich zeigen könne, versicherte er mir. Ich hoffte, dass er die Wahrheit sprach. Etwas mulmig war mir schon dabei, weil es schon langsam auf den Abend zuging und die Dämmerung heraufzog. Ich wusste ja nicht, wo ich mich befand und war auf seine Führung angewiesen. So fügte ich mich schließlich und ließ mich von ihm auf dem geheimen Pfad in sein Reich geleiten.
Als wir eine Weile über Stock und Stein gegangen waren, nahm er mir die Augenbinde ab. Ich sah in der Ferne einige Feuer brennen und leise erklang Musik, zu der augenscheinlich viele Menschen um die Feuer tanzten und offenbar etwas feierten.
Sie waren sehr ausgelassen, es gab wohl viel Grund zur Freude. „Was wird hier gefeiert?“, fragte ich meinen Begleiter. Der antwortete mir: „Mein Volk feiert in diesen Tagen den scheidenden Herbst mit seiner reichen Ernte und den beginnenden Winter, den Beginn der besinnlichen, ruhigen Jahreszeit.“
„Dein Volk?“, fragte ich. „Bist du denn ein König?“ „König ist mein Vater, ich bin ein Prinz in diesem Reich.“
Jetzt betrachtete ich ihn mir genauer und stellte fest, dass er gekleidet war wie aus einer Zeit, als die Märchen noch lebendig waren. Na so was?
Ich bekam von einem Diener einen schönen Kelch edlen Weins gereicht, und wir prosteten uns zu auf die glückliche Zeit.
Der Wein berauschte mich, und ich sah hunderte Glühwürmchen um mich herumkreisen. War das die Festbeleuchtung des Waldes und seiner Bewohner?
Irgendwie fühlte ich mich leicht und beschwingt und wollte tanzen. Mein Prinz zog mich fort in den wogenden Reigen der glücklichen Menschen. Und so verging die Zeit wie im Flug. Heute wollte ich auf keinen Fall nach Hause zurück.
Warum auch, wo es doch so schön war dort…..

Liebe Küsse sendet dir
deine Diana von Cosi Escort Leipzig

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